Bunte Frühblüher im Garten richtig arrangieren

 

Stauden Zwiebelblumen pflanzen Bunte Frühblüher im Garten richtig arrangieren

Bald ist er da, der Frühling im Garten! Zeigt er sich endlich in Form von ersten bunten Blüten, kann man gar nicht genug davon sehen. Das gelingt, wenn die Frühblüher im Beet auffällig arrangiert werden.

Wie sehr sehnt man sich in den langen und dunklen Wochen doch danach? Bald sprießen die ersten Frühblüher und zeigen nach und nach ihre rote, weiße und gelbe Blütenpracht. Christrose, Zaubernuss und Tulpe beenden eindrucksvoll die entbehrungsreiche Winterzeit – vor allem, wenn sie richtig in Szene gesetzt sind.

“Im engeren Sinn bezeichnet man als Frühblüher diejenigen Pflanzenarten, deren Blüten schon vor den ersten Laubblättern aufbrechen”, erklärt Garten- und Landschaftsbauingenieur Maik Rübner. Insbesondere die Zaubernuss (Hamamelis) habe durch ihre außerordentlich frühe Blühperiode, die häufig schon im Januar beginnt, dabei einen besonderen Wert.

Die Pflanze wächst zunächst recht langsam, ist im Alter aber winterhart. Sie mag einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit leicht saurem Boden. “Mit seinen kräftig gelben Blüten, die lange vor den Blättern erscheinen, setzt die Zaubernuss als Frühblüher leuchtende Akzente”, so Rübner.

Als Hintergrundbepflanzung eignen sich für Pflanzen wie die Zaubernuss insbesondere Rhododendron, Kirschlorbeer, Eibe oder Lavendelheide, denn vor dem immergrünen Laub kommen die kleinen Blüten besonders gut zur Geltung. Für bodennahe Frühblüher können auch kleine Findlinge einen guten Hintergrund bieten.

 

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Zwiebeln und Knollengewächse wie Krokusse, Anemonen und Christrosen wachsen wiederum sehr gut im Schutz der Zaubernuss. Sie lieben die halbschattigen Bereiche unter Laubgehölzen, sowie einen durchlässigen Boden. Aus unterirdischen Speicherorganen ziehen sie ihre Kraft: “In Kälte- und Trockenperioden können Frühblüher nur überdauern, wenn sie in ihren Zwiebeln, Knollen oder Rhizomen genügend Wasser und Nährstoffe speichern und bei Bedarf anzapfen”, erklärt Dipl.-Ing. Matthias Käsebier.

Arrangement der Zwiebelpflanzen will bedacht sein: “Hübsch sehen Wildkrokusse und Winterlinge aus, wenn man die Zwiebeln – so wie die Natur es auch macht – wie zufällig hinwirft und dann einpflanzt”, sagen die Gartenexperten. Die Blüten würden dann wie ein natürlicher Teppich wirken und seien besonders reizvoll. Grobblumige Krokusse und frühe kleinblütige Osterglocken könnten dagegen auch sehr gut in Tuffs gepflanzt werden. Die Gartenexpertin empfiehlt, Schneeglöckchen und Winterlinge einfach mal in ein Hochbeet zu pflanzen. “Da sind die Blüten und die sortentypischen Eigenschaften viel besser zu sehen, als tief am Boden.”

Die Blumenzwiebeln sollten zwischen September und Oktober gesteckt werden. Je früher das passiert, desto mehr Zeit bleibe ihnen zum Anwachsen. Jetzt im Frühjahr, wenn Zwiebeln nicht mehr gesteckt werden können, ist auch das Auspflanzen nach der Blüte eine Möglichkeit, die Pflanzen für das kommenden Jahr im eigenen Garten anzusiedeln. Christrosen, Narzissen, Hyazinthen und Co. werden im Topf gekauft und nach dem Verblühen im Garten ausgepflanzt. Für eine stärkere Vermehrung können auch die vorhandenen Zwiebeln nach dem Verblühen ausgegraben und geteilt werden.

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