Herbstzeit: Stauden und Zwiebelblumen pflanzen!

17. September 2010 , eingetragen von  

Stauden Zwiebelblumen pflanzen Herbstzeit: Stauden und Zwiebelblumen pflanzen!

Im Herbst fallen weniger alltägliche Pflegearbeiten im Garten an. Dafür ist jetzt die beste Zeit zum Pflanzen neuer Blumen und Gehölze. Besonders beliebt unter deutschen Gartenfreunden sind Staudengewächse, wie zum Beispiel Astern, Chrysanthemen, Rittersporn, Pfingstrosen, Phlox oder Immergrün.

“Unterschieden wird im Garten vor allem nach Gehölz- und Beetstauden”, erklärt Garten- und Landschaftsbauingenieur Maik Rübner und fügt hinzu: “Viele Stauden lassen sich hervorragend mit Einjahresblumen in einer Rabatte oder einem Beet kombinieren – dabei sollte man aber beachten, dass besonders Sommerblumen, die aus sonnenreichen Gegenden stammen, nur mit sonnenliebenden Staudensorten kombiniert werden.” Aber auch Zwiebelpflanzen, wie die Frühlings-Lieblinge Krokus, Tulpe und Schneeglöckchen, können im Herbst gesetzt werden. Streng genommen gehören sie auch zur Gattung der Stauden, da ihre Speicherorgane mehr als eine Saison überdauern und ihre oberirdischen Teile nur eine Vegetationsperiode erleben, doch zeigen sie einige Besonderheiten, die Gartenfreunde beachten müssen.

Eine Frage des Platzes

Der Stauden-Standort muss vor dem Bepflanzen zunächst nach Bodenqualität und Sonneneinstrahlung ausgewählt werden. Im nächsten Schritt wird der Platzbedarf für die einzelnen Stauden eingeschätzt und daran angepasst die Bepflanzung geplant. “Besonders schöne optische Ergebnisse erzielen Hobbyfloristen mit einer Kombination aus niedrigen, mittelhohen und hohen Gewächsen”, so Dipl.-Ing. Matthias Käsebier.  Dabei gelten die folgenden Platzbedarfe als Faustregel für die Planungen (Angaben jeweils für einen Quadratmeter): niedrige Stauden zu sieben bis neun Pflanzen, mittelhohe Stauden zu vier bis sechs Pflanzen und hohe Stauden zu zwei bis drei Pflanzen.

Ausgefallene Blütenbilder erreicht man beispielsweise mit einer “steigenden Pflanzung”. Dabei wird das Beet zunächst wie ein Bild mit einer sanft ansteigenden Hügelfläche eingeteilt. Den Vordergrund bilden in der Bepflanzung die niedrigen Stauden, wie beispielsweise die Aster dumosus oder Immergrün, dahinter folgen mittelhohe Sorten, wie Herzlilien oder Salbei und dann hohe Arten wie beispielsweise das Sonnenauge, das bis zu drei Meter hoch wachsen kann. Ähnlich verfahren wird auch bei einer Inselrabatte im Rasen oder im Vorgarten. Hier werden die Stauden von außen nach innen immer höher. Wichtig: “Bei kleinen Beeten am besten auf eine Hauptblütezeit konzentrieren, bei großen Flächen ist eine Kombination aus Vorsommer-, Sommer- und Herbstblühern besonders attraktiv”, verrät Stephanie Göppner, zuständig für Privatgärten beim Leipziger Garten- und Landschaftsbauunternehmen MAIK RÜBNER.

Tipps und Tricks für die Pflanzsaison

Ist einmal die Auswahl getroffen, welche Stauden kombiniert werden sollen, geht es an die Pflanzarbeiten. Vor dem Einsetzen sollte der Boden gut gelockert werden. Dazu eignen sich zum Beispiel eine Spatengabel oder eine Elektro-Bodenhacke. Je nach Bodenqualität und vorheriger Bepflanzung muss die Erde auch noch einmal mit Humus oder Dünger angereichert werden. Zum Ausheben der Pflanzlöcher am besten den Spaten benutzen. Hinweis: Für Stauden sollte das Loch etwa anderthalb mal so groß sein, wie der Erdballen der Pflanzen. Für Blumen-Zwiebeln am besten mit dem Stiel ein Loch in die Erde bohren. Dabei gilt die Grundregel: Je größer die Zwiebel, desto tiefer das Loch, denn Zwiebeln sollen etwa zwei- bis dreimal so viel Erde zum Abdecken bekommen, wie ihr Durchmesser ist. Nach dem Einsetzen der Stauden oder Zwiebeln die Pflanzlöcher mit Erde auffüllen und an der Oberfläche leicht andrücken.

Feuchte Erfrischung: Das I-Tüpfelchen beim Pflanzen

Damit Stauden und Zwiebeln nicht in luftigen Löchern darben, sondern überall guten Kontakt mit der Erde haben, muss vor und nach dem Pflanzen auf ausreichende Bewässerung geachtet werden. Profi-Gärtner nennen diesen Prozess “Einschlämmen”. Nur so wird das optimale Einwachsen gewährleistet und die Pflanzen sind von Anfang an gut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Garten-Expertin Stephanie Göppner rät: “Am besten die Erde im Pflanzloch schon vor dem Einsetzen der Staudengewächse kurz anfeuchten, dann die Pflanze einsetzen und nach dem Anklopfen der Erde den Boden nochmals gut durchfeuchten. Sind die letzten Herbsttage noch sehr warm, sollte in den nächsten Tagen regelmäßig nachgewässert werden, ohne die Pflanzflächen zu ertränken.”

Schon beim Pflanzen an die Zukunft denken!

Wer sich in der Pflanzzeit gleich noch Gedanken um die Beet- oder Rabattenbewässerung für den kommenden Sommer macht, spart in der nächsten Saison, wenn Aster, Lilien und Rittersporn in voller Blüte stehen, durch ein passendes Bewässerungssystem viel Zeit und Mühe. Für die optimale Erfrischung der Pflanzen kann dabei per automatischer Steuerung gesorgt werden, so dass Gartenliebhaber sich einfach zurücklehnen und die Blütenpracht genießen können.

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